Stempel ABC: Aquarelltechnik für Hintergründe

Heute ist es mal wieder Zeit für eine Ausgabe von meinem Stempel ABC. Ich möchte Euch heute zeigen, wie ihr wunderschöne Hintergründe mit Hilfe der Aquarelltechnik erstellen könnt.

 

Hier könnt ihr einmal ein paar Beispiele und Eindrücke der Auqarelltechnik für Hintergründe sehen:

Diese Technik kann man entweder für einen kompletten Hintergrund, also die gesamte Karte, oder nur für eine Teil nutzen und ich finde, sie ergibt bei beiden Varianten ein tolles Bild. Nun zu den Materialien, die Ihr für diese Technik benötigt: 

  • einen Stampin’ Spritzer, um die Tinte schön flüssig zu machen
  • Klarsichtfolie - alternativ geht auch Laminierfolie (Link zu Amazon), die ihr einfach ohne Papier dazwischen einschweißt - zugeschnitten auf ein handliches Maß (ich habe meine alle etwas größer als normale Karten geschnitten) 
  • Eine Unterlage, die nach Möglichkeit wasserfest ist
  • Aquarellpapier zB auf 10 x 14,3 cm zugeschnitten (für eine Standardkarte)
  • Stempelkissen - hier könnt Ihr beispielsweise die Stempelkissen von Stampin’ UP! oder Distress Ink von Tim Holtz nehmen. Mit beiden funktioniert die Technik gleich gut (mit anderen habe ich es bis jetzt noch nicht ausprobiert 😉)

Nun zur eigentlichen Technik. Das Aquarellpapier legt ihr auf die wasserfeste Unterlage zur Vorbereitung. Danach drückt Ihr einfach ein bisschen Farbe von Eurem Stempelkissen auf die Klarsichtfolie - ungefähr dorthin, wo Ihr diese Farbe haben mögt (für eventuelle Farbverläufe). Ihr könnt mehrere Farben kombinieren, indem Ihr sie nacheinander auf die Folie drückt. Hierbei bitte immer zuerst die helleren Farben und im Anschluss die dunklen Farben nehmen, weil Ihr Euch sonst die Stempelkissen verfärbt.

Nachdem die Farbe auf der Folie ist, mit dem Stampin’ Spritzer ein bisschen Wasser auf die Folie sprühen und dann die Folie umdrehen und auf das Aquarellpapier drücken. Nun könnt Ihr die Farbe noch etwas mit sanftem Druck verteilen.

ACHTUNG: nicht zu fest streichen, da sonst Streifen auf dem Hintergrund entstehen, die zwar auch ein gewollter Effekt sein können, aber wenn man es nicht mag, blöd aussehen, wie ihr hier in diesem Bild sehen könnt.

 

 

Wenn Ihr mit der Verteilung zufrieden seid, dann die Folie einfach vorsichtig abheben und fertig ist der Hintergrund. 

Für Special Effects: 

  • Wie bereits oben erwähnt, könnt ihr durch höheren Druck oder Einsatz Eurer Fingernägel während des Verstreichens der Farbe kleine Linien in den Hintergrund bringen.
  • Kurz nach dem Abziehen der Folie einen Pinsel mit etwas Wasser nehmen und auf den Finger klopfen, um Wassertropfen auf dem Bild zu verteilen. Das lässt die Farbe an diesem Punkt etwas weniger kräftig erscheinen und bringt noch einmal mehr Effekt in den Hintergrund - gerade bei Hintergründen für Karten mit Wasserthemen ist das schön.
  • Ihr könnt die Tropfentechnik natürlich auch in die andere Richtung ausführen, indem Ihr einfach mehr Farbe aufbringt (zB mit Hilfe der Nachfülltinte, die einfach auf den Hintergrund getropft wird, nachdem dieser getrocknet ist)

Diese Technik ist auch schön für die Negativtechnik (Link zum Stempel ABC), bei der man mit ein bisschen durchsichtigem Embossing Puder ebenso tolle Effekte auf Aquarellpapier erzeugen kann

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